Google App Engine
Mittwoch, Januar 14th, 2009 | Programmierung, Python
Schon seit einiger Zeit nutze ich nun die Google App Engine (kurz: GAE) und habe auch ein kleines Framework namens Pyxer programmiert, dass das Leben dort und anderswo einfacher machen soll. In diesem Artikel möchte ich kurz meinen Eindruck wiedergeben und auf das momentan angesagte Cloud Computing eingehen.
Was es kann…
Zunächst einmal muss ich sagen das Google ganze Arbeit geleistet hat und mit Python genau die richtige Programmiersprache für diese anspruchsvolle Aufgabe gewählt hat. Denn es geht um nichts weniger als eine Plattform zur Verfügung zu stellen die trotz einfacher Anwendung maximal skaliert. Dazu trägt auch die mitgelieferte Datenbank bei, die eigentlich gar nicht als solche bezeichnet werden kann, denn es handelt sich um eine so genannte “Big Table”, die auch bei Google Suchdaten Speicherung zum Einsatz kommen soll. Also beste Voraussetzungen für unbegrenztes Wachstum der Applikationen.
Allerdings müssen dafür auch Einschränkungen in Kauf genommen werden, denn Google hat Python in ein enges Korsett gesteckt. Daher ist es nur möglich Python Module von Drittanbietern zu verwenden, die ohne nativen Code auskommen. Durch diese Begrenzungen fallen beliebte Module wie lxml und PIL leider weg. Ebenso taten sich sämtliche Templating Sprachen die auf den AST Baum zugriffen schwer, jedoch hat sich hier zumindest bei Genshi einiges getan, so dass dieser Makel in kürze verschwinden sollte.
Die große Wolke
GAE stellt neben den üblichen Diensten, wie z.B. denen von Amazon, eine Besonderheit dar. Üblicherweise bieten Cloud Anbieter virtuelle Maschinen zur Verfügung auf der beliebige Programme laufen können. Hat die Maschine ein bestimmtes Limit erreicht, wird ein Ausbau notwendig.
Google hingegen setzt auf eine proprietäre Entwicklungsumgebung. Der Vorteil hier ist, dass die verarbeitende Hardware absolut unwichtig ist und auch keinerlei physikalische Begrenzungen durch den User wahrgenommen werden können und brauchen.
In allen Szenarien des Cloud Computings ist aber das Motto “Zahle soviel zu brauchst” das schlagende Verkaufsargument. Für viele Startups bei die es sich leisten können ihrer Kundendaten bei einem Anbieter wie Google zu lagern ist dies der ideale Service. Allerdings ist gerade diese ungewisse Speicherung von Daten in der Cloud das stärkte Gegenargument für kommerzielle Nutzer. Sollte diese Problem der Datensicherheit befriedigend gelöst werden können, dann spräche wirklich nichts mehr gegen das Cloud Computing, aber hier ist momentan kein goldener Wurf abzusehen.
3 Kommentare to Google App Engine
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21. Juli 2010
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30. August 2010
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Queen…
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Gezwitscher
- Gibt es einen Facebook Virus? Ich bekomme letzter Zeit so komische Nachrichten von dt. Freunden auf Englisch... Bye Bye Privacy
- @fischbauch Ob die Rechnung wohl aufgeht? Und da wundern die sich das Politiker so einen schlechten Ruf haben...
- Wie viel bekommt die Regierung eigentlich von der Atomlobby das es sich lohnt dafür unsere Fortschritte in der Ökoenergie zu gefährden?
15. Juli 2010